Ihr Garten als Vogelparadies

Im Garten gibt es viele Möglichkeiten, Lebensräume für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen. Damit die Vögel ihre Jungen geschützt vor Feinden aufziehen können suchen sie als Nistplatz oft Pflanzen mit bedorrnten Zweigen oder sehr dichtem und sparrigem Wuchs. Dazu gehören z.B. die verschiedenen Arten Berberis, der Sanddorn oder der einheimische Schwarzdorn.

    Vogelnutzgehölze mit Fruchtschmuck

    Diverse Sträucher mit Fruchtschmuck dienen nicht nur dem ästhetischen Zierwert, sondern auch als Nahrungsquelle für die Vögel. Es ist interessant zu beobachten wie raffiniert die Vögel die Beeren wegpicken und mit vollem Schnabel Ihr versteck aufsuchen um die Mahlzeit ungestört zu geniessen. Vögel lieben folgende Pflanzen: Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier rotundifolia), Gemeine Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus). Nebst dem Fruchtschmuck zeigen diese Pflanzen auch eine schöne Blüte.

    Blüten der Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier rotundifolia)

    Früchte der Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier rotundifolia)

    Wildhecken

    Vogelnutzgehölze können auch als Wildhecke z.B. an einem Bachlauf gepflanzt werden. Im Frühling ist aus solchen Hecken das Gezwitscher der Vögel unüberhörbar. Folgende Pflanzen eignen sich für eine Wildhecke: Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), Haselnuss (Corylus avellana) und Europäisches Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus).

    Winterwunder

    Einige dieser Vogelnutzgehölze zieren auch im Winter den Garten. Der Sibirische Hartriegel (Cornus alba ‘Sibirica’) leuchtet mit den roten Zweigen in den kahlen Wintermonaten. Die Kornelkirsche (Cornus mas) bringt seine gelben Blüten je nach Witterung bereits im Februar hervor. Bei der Hainbuche (Carpinus betulus) bleiben die erst gelben, später braunen Blätter bis anfangs Frühling haften und werden abgeworfen, wenn die neuen hellgrünen Blätter treiben.

    Kornelkirsche, Tierlibaum (Cornus mas)

    Pflege

    Es ist empfehlenswert, diese Sträucher zwischen Oktober und Februar mit einem Verjüngungsschnitt auszulichten. 3–4-jährige Triebe werden Bodennah weggeschnitten, damit wieder neue, junge Triebe wachsen können und der Strauch nicht verholzt.

    Vorher/Nachher

    Vogel Fütterung

    Die heimischen Vogelarten haben sich an die hier herrschenden Klimabedingungen angepasst und müssen daher nicht gefüttert werden. Wenn Sie Vogelnutzgehölze mit zum Beispiel Fruchtschmuck im Garten haben, können sie Ihre Nahrung selber finden. Um die Vögel zu beobachten, kann man trotzdem eine Futterstellen in der Haus nähe anbringen. Im Winterhalbjahr werden so mit Fütterung die Überlebenschancen der Vögel verbessert. Die meisten Arten wie Finken, Sperlinge, Meisen oder Spechte sind Kornfresser. Daher eignen sich Futter aus Sonnenblumenkernen, Hanfsamen oder anderen Wildsamen. Die Weichfresser wie Amseln oder Rotkehlchen mögen Haferflocken, Rosinen oder zerhackte Nüsse.

     

    6 Tipps für die Fütterung

    1. Es gibt Vogelarten die sich nicht festklammern können und vom Boden fressen. Daher sollten Sie auch am Boden Futterstellen aufstellen.
    2. Falls die Vögel das Häuschen nicht besuchen, wechseln Sie einfach mal den Standort.
    3. Nach einer kalten Nacht sollte die Futterstelle gut gefüllt werden, denn dann haben die Vögel richtig Hunger.
    4. Um die Futterstelle sollte unbedingt der Schutz von Bäumen und Sträucher vorhanden sein.
    5. Die Futterstelle immer vor Feuchtigkeit und Kot bewahren.
    6. Geben Sie lieber weniger Futter aufs Mal anstatt die Futterstellen zu überfüllen.
    Bücher-Tipps

    Einheimische Wildgehölze und Wildstauden, Bienenweide und Vogelnutzgehölze

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