Trüffel im eigenen Garten anbauen

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Der edle und wertvolle Pilz ist äusserst begehrt und der teuerste Speisepilz den es gibt. Der knollige Pilz sieht auf den ersten Blick etwas speziell aus, überzeugt aber mit seinen intensiven Aromen und verführt zu einem kulinarischen Hochgenuss.

Vom Trüffel gibt es viele verschiedenen Sorten. Die einen sind hochwertiger als die andern, teurer und günstiger, weiss oder schwarz, Winter- und Sommertrüffel. Sie lieben den Geschmack von Trüffeln? Pflanzen Sie im Garten selber einen «Trüffelbaum» und ernten Sie nach ein paar Jahren die eigenen schmackhaften Trüffel.

    Wie entsteht ein Trüffel?

    Der Trüffel wächst und bildet sich unterirdisch aus. Dabei geht er eine Verbindung mit den Wurzeln anderer Pflanzen ein, welche meist Laubbäume sind. Der Pilz versorgt die Pflanze mit Nährstoffen und Wasser. Im Gegenzug wird der Pilz mit energiereichen und zuckerhaltigen Produkten aus der Photosynthese des Baumes versorgt. Bis sich ein Trüffel entwickelt hat, kann es vier bis sieben Jahre gehen.

    Unsere Trüffelbäume, dabei handelt es sich um Stieleichen, Hainbuchen, Haselnüsse, Rotbuchen oder Schwarzföhren, werden mit den Sporen des Tuber uncinatum (Burgundertrüffel) oder Tuber Melanosporum (Perigordtrüffel) von unserem Trüffelbaumproduzenten geimpft.

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    Pflanzung und Pflege eines Trüffelbaums

    Bodenbeschaffenheit
    Der Trüffel bevorzugt kalkreiche Böden mit einem PH-Wert von 7 bis 8,5. Das Mittelland entspricht dem in grossen Teilen und ist somit für Trüffel bestens geeignet. Der Trüffel verträgt magere, steinige und lehmige Böden. Er bevorzugt allerdings durchlässige Böden, da er gegen Staunässe empfindlich reagiert. Ebenfalls nur bedingt geeignet sind Moorböden (müssen vorab gekalkt werden).

     

    Pflanzung

    • Den Baum aus dem Topf klopfen und in das Pflanzloch setzen
    • Mit Erde rundum gut auffüllen, gut andrücken und grosszügig angiessen
    • Regelmässig giessen (Bei Frühjahrspflanzung und/oder Trockenheit)
    • Von Unkraut fernhalten (ca. 80×80 cm), so wird das Wachstum von Baum
    • und Pilz gefördert
    • Diese Fläche mit Grasschnitt oder Juramergel bedecken
    • Jetzt im Herbst ist die ideale Zeit, um einen Trüffelbaum zu pflanzen, wenn der Boden noch nicht gefrohren ist.

    Vorsicht: Rindenmulch ist wegen seiner PH-senkenden Eigenschaft ungeeignet.

     

    Pflanzabstand
    Je nach Schnittform: 2×2 m bei 2 m Höhe, 3×2 m bei 3 – 4 m Höhe, 4×3 m bei 5 – 7 m Höhe. Für Hecken sind Hainbuchen mit einem Pflanzabstand von 40 – 80 cm bestens geeignet.

     

    Pflege
    Bewässern Sie bei Trockenheit die Pflanzen regelmässig. Vermeiden Sie Pestizide in der direkten Umgebung. Behandeln Sie die Pflanzen bei Mangelerscheinungen mit einem Blattdünger. Verzichten Sie auf Stickstoffdünger.

    Trüffelernte

    Nach ca. vier bis sieben Jahren können die ersten Trüffel gefunden werden. Finden können Sie die Trüffel mit Hilfe eines Hundes oder achten Sie auf die Trüffelfliege (Suillia tuberiperda). Diese Fliegen sitzen am Boden direkt über der Trüffel. Wenn man an dieser Stelle den spezifischen Trüffelgeruch wahrnehmen kann, können Sie die Trüffel in einer Tiefe von ca. 5 bis 30 cm ausgraben. Die Reifezeit vom Burgundertrüffel ist August bis November und vom Perigordtrüffel im November bis März.

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    Der Trüffel in der Küche

    Neben seinem ausgezeichneten Geschmack kann der Luxus-Pilz auch mit seinen Inhaltstoffen, dem hohen Anteil an Ballaststoffen, Eiweiss und Eisen punkten. Am besten wird Trüffel frisch verwendet. Er eignet sich sehr gut als würzige Zutat um dem Gericht eine spezielle Note zu geben. So wird er zum Beispiel über Spaghetti, Lasagne, Risotto oder Kartoffeln gehobelt. Zu beachten ist, dass der Burgundertrüffel keine Hitze verträgt. Der Perigordtrüffel hingegen schon und behält auch beim Kochen sein Aroma. Er kann daher sehr gut für das verfeinern von Sossen eingesetzt werden.