Wie pflanze ich Japanischen Ahorn?

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    Allgemeines

    Das Besondere an Japanischen Ahornen sind die vielfältigen Blattformen und –farben. Die einen zeigen im Frühling ihren wunderschönen Austrieb, andere im Herbst ihre tolle Herbstfärbung. Unser breites Sortiment umfasst über 40 verschiedene Arten und Sorten, vom kleinen Strauch bis zum grossen Alleebaum. Japanische Ahorne sind pflegeleicht und unproblematisch. Sie sind deshalb auch für weniger geübte (Hobby)-Gärtner gut geeignet. Die Verwendungsmöglichkeiten sind schier unendlich.

    Standort

    Ahorne lieben einen gut belüfteten, eher sauren Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Bei Luftzirkulation kann das Laub immer wieder abtrocknen und der Ahorn bleibt auf natürliche Weise gesund. Eine windgeschützte Lage, wie etwa unter einem Vordach ist weniger günstig. Hier kann es leichter zu einem Befall durch Blattläuse kommen.

    Pflanzung

    Beim Einpflanzen in den Garten ist es wichtig, dass Sie das Pflanzloch grosszügig bemessen; dies erleichtert das Platzieren der Pflanze (z.B. mit Kran). Der Wurzelballen fühlt sich in lockerem, leicht zu durchwurzelndem Erdreich am wohlsten. Mischen Sie die aus dem Pflanzloch ausgehobene Erde vor dem Auffüllen mit Torf/Torfersatz. Das erleichtert das An– und Weiterwachsen der Pflanze erheblich.

    Pflanzen Sie Ahorne nie zu tief! Je grösser der Ahorn, desto höher wird er gepflanzt. Also, pflanzen Sie Ahorn bewusst „zu hoch“, mit einer sogenannten „Hügelpflanzung“.

    Damit erreichen Sie:

    • Der Ahorn steht dadurch automatisch trockener
    • Das Erdreich rund um den Wurzelballen wird besser durchlüftet
    • Der Ballen kommt in die bessere Bodenschicht (Humusschicht ist oft sehr dünn)
    • Der Ballen senkt sich noch und kommt dann dadurch auf die Idealhöhe

    Langsam wachsende Sorten von japanischen Ahornen sind auch für die Gefässkultur bestens geeignet. Hier ist es wichtig, dass Sie mit einer Drainage aus Blähton arbeiten. Ausserdem empfehlen wir ein Substrat, das über Jahre luftdurchlässig bleibt, wie zum Beispiel „Schwitter’s Erde“.

    Denn auf Staunässe reagieren japanische Ahorne äusserst empfindlich. Mit feuchten „Füssen“ verkümmern die wunderschönen Pflanzen.

    Pfählen

    Befestigen Sie grössere eingesetzte Pflanzen (ca. ab 2 m) mit Pfählen. Das ist unerlässlich, damit die Pflanze ruhig steht und die neuen Wurzeln gut durchwurzeln und nicht abgerissen werden können.

    Giessen

    Giessen Sie den Ahorn nach der Pflanzung unabhängig vom Wetter gut an. Anschliessend giessen Sie den Ahorn nur, wenn die Erde auch im Wurzelbereich (7 cm und tiefer – Fingertest!) trocken ist.

    Ahorne lieben es gleichmässig feucht. Giessen Sie lieber zu sparsam als zu viel! Verwenden Sie am besten Regenwasser.

    Düngen

    Streuen Sie bei der Pflanzung Hornspäne in das Pflanzloch und über das einzufüllende Erde-Torfgemisch.

    Düngen Sie ab dem zweiten Standjahr zeitig im Frühjahr (Mitte bis Ende März) mit einem handelsüblichen Volldünger wie z.B. Schwitter’s Langzeitdünger und arbeiten Sie diesen leicht ein. Verzichten Sie auf eine spätere Düngung, Jahrestriebe können sonst nicht rechtzeitig ausreifen und begünstigen so Winterschäden. Ahorne nicht überdüngen – weniger ist mehr!

    Winterschutz

    Japanische Ahorne sind in unseren Breitengraden winterhart. Schützen Sie die Stämme bei Stammveredelungen mit Schilfmatten, sie vermeiden so Frostrisse. Wir empfehlen Ihnen in sehr strengen Wintern, Kübelpflanzen mit Noppenfolie oder Jutesäcken zu schützen. Dies zum Schutz der Wurzeln und auch dem Gefäss zuliebe.

    Schnitt

    Schwach wachsende Sorten müssen selten geschnitten werden. Kürzen Sie allenfalls allzu lange Triebspitzen zwischen April und Juni ein. Wir raten Ihnen von einem Schnitt im Herbst ab, weil Schnittstellen schlecht verheilen und so evtl. Pilzsporen eindringen können.  Entfernen Sie jedoch regelmässig abgestorbenes Holz und durchtreibende Wildtriebe der Unterlage.

    Schädlinge und Krankheiten

    Japanische Ahorne sind recht unkompliziert und robust. Beim Neuaustrieb kann es vorkommen, dass sie von Blattläusen befallen werden. Bekämpfen Sie die Läuse bei massiven Befall mit einem Insektizid.

    Wichtig für Ahorne ist der optimale Standort und leicht sauren und durchlässigen Boden. So kann das durch den Welkepilz (Verticillium) verursachte und gefürchtete Zweigsterben umgangen werden.

    Im Spätsommer bei feuchter und warmer Witterung kann es zum Befall von Echtem Mehltau kommen. Der Ahorn wird dadurch nicht nachhaltig geschädigt, hinterlässt jedoch unschöne optische Schäden. Besser ist es da, Ahorne vorbeugend bei entsprechendem Wetter gegen Pilzkrankheiten zu spritzen. Entsorgen Sie das befallene Herbstlaub im Kehricht, so kann der Pilz im Garten nicht überwintern.

    Bücher-Tipps

    Ahorne

    Mit rund 150 Arten und einer Fülle von Gartenformen sind die Ahorne eine formenreiche Gattung. Genauso vielgestaltig sind die Ahornblätter: farbenprächtig von weiss- oder gelbbunt oder tiefrot im Frühjahr...

    Blätter und ihre Bäume

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