Die moderne Gartengestaltung

Moderne Gartengestaltung

In der Architektursprache ist ein moderner Bau ein Gebäude, das in seiner kubischen Formensprache eine klare Aussage hat. Es dominieren Beton, Glas und Metall. Minimalistisch, klar strukturiert und sparsam bepflanzt, moderne Gartengestaltung besticht mit reduzierten Farben, geometrische Linien und Wasser. Eine abweisende und doch faszinierende Bauweise, weil im kargen oft aufs wesentliche reduziert wird. Und das drinnen soll sich draussen und das draussen, der moderne Garten, soll sich in einem fliessenden Übergang drinnen widerspiegeln. Diese fliessenden Übergänge widerspiegeln sich in grossen Glasfronten, die dem Betrachter im Inneren den Garten als Gemälde wahrnehmen lassen.

    Mit Pflanzen der strengen Architektur entgegenwirken

    In modernen Gärten dominieren solitäre Pflanzen, die Akzente setzen. Diese geben dem Garten den tragenden Rahmen, einen gewissen Charakter und die nötige Grosszügigkeit. Um den edlen Eindruck zu verstärken und einen besonderen Akzent zu setzen wird gerne ein Brunnen eingeplant. Weitflächig angelegte Pflanzen und Rasenflächen werden vielfach kubisch gestaltet. Mit Wasserflächen werden zu jeder Jahres- und Tageszeit spannende Szenerien geschaffen. Der strengen Architektur kann mit bestehenden Strukturen wie Bäumen, solitären Heister und Sträuchern, bestehenden architektonischen Elementen wie z.B. Fragmente einer Gartenmauer, die mit einer Waldrebe (Clematis 'The President') beziehungsweise einer Ramblerrose überwuchert wird oder einem verwunschenen Gartenhaus, das sanft renoviert ist, etwas entgegengesetzt werden. Mit Gräsern wird die Szene aufgelockert und den starren Eindruck verändert.

     

    Pflanzenbeispiele:

    Solitäre Gehölze:
    Kuper-Felsbirne / Amelanchier lamarckii
    Fächerahorn / Acer palmatum 'Dissectum'
    Blumenhartriegel / Cornus kousa 'China Girl'
    Blaue Mädchenkiefer / Pinus parviflora 'Glauca'
    Einheimische Eibe / Taxus baccata

    Gräser:
    Pampasgras / Cortaderia selloana
    Chinaschilf / Miscanthus sinensis 'Dronning Ingrid'
    Lampenputzergras / Pennisetum alopecuroides 'Hameln'

    Die wirkungsvolle Einfachheit

    Die Einfachheit des modernen Gartens ist die Kunst des Weglassens und der Spontanität. Ziergräser in ihrer Leichtigkeit des Seins gehören zu den Hauptprotagonisten eines modernen Gartens. Spannende Akzente setzen auch gruppierte, linear oder solitär platzierte und bepflanzte Gefässe und Töpfe. Mit bepflanzten Gefässen werden gezielt Farbakzente gesetzt. Die Konzentration aufs wesentliche heisst auch dem solitären Etagen-Hartriegel (Cornus contraversa), einer Mädchenkiefer (Pinus parviflora), dem japanischen Fächerahorn genügend Raum zu geben und diese dann in grosszügige Staudenblöcke oder Rasenflächen einzubetten. Oder mit Gehölzen, welche eine charakteristische Wuchsform haben, einen besonderen Blickfang zu gestalten. Nichts soll herausragen, nichts ist zu viel, alles ist in einem harmonischen Gesamtkonzept verwoben. Grosszügig und reduziert aufs wesentliche.

    Naturalistische und wilde Gärten

    In dieser klar strukturierten Modernität setzt sich zunehmend eine Gestaltung und Konzipierung der Einfachheit und der neuen Natürlichkeit gegenüber. Weg vom skulpturalen und modellierten Garten. Naturalistische und wilde Gärten werden vom Laien oft als unübersichtliche und wuchernde Pflanzflächen wahrgenommen.

    Dieses an das natürliche Umfeld angepasste Gartenkonzept setzt eine gewisse Akzeptanz voraus. Meist mit einheimischen Sträuchern und Stauden bepflanzt mit Freiflächen für spontan Vegetation. Natürlich gestaltete Trockenbiotope in Form von Mauern und Steinhaufen dienen als Rückzugsort für die einheimische Fauna. Auch Bachläufe oder Schwimmteiche, Lebensräume für Libellen, Frösche und andere Amphibien fördern die Biodiversität. Nicht Eingrenzung und die perfekte Symmetrie, sondern puristische Einfachheit unaufdringlich und pflegeleicht geben den Ton an. Unkomplizierte Gewächse wie Margeriten, Silberdisteln oder das Fingerkraut finden neben Sitzplätzen und Terrassen ihren Platz. Diese Gärten entwickeln sich mit den Jahren durch die Entdeckung neuer Pflanzen weiter. Sie sind lebendige und veränderungsfreudige Gärten.

     

    Einheimische Pflanzenbeispiele:

    Sträucher:
    Berberitze / Berberis vulgaris
    Rotbuche / Fagus sylvatica
    Alpen-Johannisbeere / Ribes alpinum
    Gemeiner Schneeball / Viburnum opulus

    Stauden:
    Eisenhut / Aconitum vulparia
    Waldanemone / Anemone sylvstris
    Kartäusernelke / Dianthus carthusianorum
    Trollblume / Trollius europaeus

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