Formgehölze – Edle Schönheiten im Garten

Den Ursprung haben die Formgehölze in den asiatischen Ländern und bereichern seit über 2000 Jahren die Gärten mit ihren vielfältigen Formen. Auch die Gärtnerei Schwitter kultiviert mit grosser Leidenschaft Formgehölze in Eigenproduktion. Die Formgehölze-Spezialisten pflanzen, ziehen und formen die Gehölze bis die Endverkaufsform erreicht ist. Dies kann gut und gerne mehrere Jahre dauern. Danach werden die Gehölze in hochwertige Gefässe gepflanzt und verleihen dem edlen Gehölz seinen exklusiven Touch.

 

    Idealer Standort

    Wie bei den konventionellen Pflanzen muss auch der Standort für ein Formgehölz je nach Pflanzenbedürfnis unterschiedlich gewählt werden. Ob im Freiland, auf der Terrasse oder in einem attraktiven Gefäss gepflanzt – wichtig ist ein guter Wasserabfluss und dass das Formgehölz in passendes Substrat gepflanzt wird. Zudem lieben sie meist halbschattige bis sonnige Plätze.

    Formgehölze kommen nicht nur im Garten an einem solitären Standort voll zur Geltung, sondern können auch wunderbar in passende Gefässe gepflanzt werden. Ideal dafür ist die Zeit von März bis April/Mai, wenn die Winterruhe vorüber ist und die Säfte der Pflanzen zu steigen beginnen. Wird mit kompaktem Wurzelballen um- oder eingetopft, bietet sich auch die Herbstzeit an.

    Schnittformen

    Formschnitt
    Robuste winterharte Pflanzen wie Kiefern, Wacholder, Scheinzypressen oder Eiben eignen sich bestens für den Formschnitt. Manche dieser Bäume sind leichter, andere aufwändiger in Form zu bringen.

     

    Wolkenförmiger Schnitt
    Einen robusten, dichten Baum wie der Wacholder bietet viele Möglichkeiten für einen wolkenförmigen Schnitt und ist einfacher zu gestalten im Gegensatz zu einer Kiefer, die schwieriger und langwieriger zu ziehen ist und eine gewisse Fertigkeit erfordert.

     

    Geometrische Formen
    Geometrisch Formen wie die Kugel sind sehr beliebt und fügen sich harmonisch in den bestehenden Garten ein. Pompon-Formen, Wolkenschnitt oder Tellerformen erzeugen eine aparte und aussergewöhnliche Atmosphäre, die jeden Garten oder jede Terrasse zu einem einzigartigen Schmuckstück machen.

     

    Da der Schnitt bei jeder Pflanzenart etwas anders ist, beraten wir Sie gerne individuell und persönlich.

     

    Beliebte Arten

    Kiefer (Pinus)
    Die Namensgeber der Gattung Kieferngewächse sind ideale, immergrüne Gartengehölze. Wegen ihrer enormen Vielseitigkeit gibt es praktisch für jeden Verwendungszweck eine Kiefer, vorausgesetzt es ist ein sonniger, heller und freier Standort. So sind Grossbäume wie Wald-­ und Schwarzkiefer, aber auch viele Zwergformen der verschiedenen Arten erhältlich. Auffallend im Frühjahr sind bei allen Kiefern die kerzenartigen Jungtriebe. Einige Arten und Sorten bringen eine attraktive Blüte hervor. Es gibt zwei Hauptgruppen: Zweinadelige Arten sind toleranter an den Standort und gedeihen in normalen, auch trockeneren Böden gut. Fünfnadelige Arten brauchen dagegen eher saure, durchlässige, humose Böden.

     

    Wacholder (Juniperus)
    Duftende Nadeln, als Gewürz dienende Scheinbeeren und eine äusserst robuste Natur zeichnen die Juniperus-­Arten aus. Es sind eher kleinere Bäume und Sträucher, teilweise auch nur Bodendecker. Sie alle benötigen einen sehr gut durchlässigen Boden, lieben es eher trocken, sandig und mager. Alle Wacholder sind immergrün und lichthungrig.

     

    Scheinzypresse (Chamaecyparis)
    Diese Gattung der Familie Zypressengewächse zeichnet sich vor allem durch die vielfältigen Wuchsformen aus. Dadurch finden sie in ganz unterschiedlichen Gärten ihre Verwendung. Die flachen Nadeln stehen schuppenförmig zusammen und haben vielgestaltige Färbungen. Sie benötigen humose, kalkarme, durchlässige aber nicht zu trockene Böden ohne Staunässe. Alle Scheinzypressen sind immergrün.

     

    Eibe (Taxus)
    Sehr vielseitig verwendbare Nadelgehölze aus der Familie der Eibengewächse. Sie kommen auf der ganzen nördlichen Erdkugel vor. Bei uns werden sie oft für Formschnittgehölze und Hecken verwendet. Zwergformen sind ideal für Gefässe. Mit Ausnahme des Fruchtfleisches der Beeren sind alle Teile der Eibe giftig. Der Kern dagegen gehört zum giftigsten Teil der Pflanze. Je nach Sorte und Geschlecht der Pflanze werden Beeren ausgebildet oder nicht. Eiben ertragen Schatten und Tropfenfall und lieben durchlässige, nährstoffreiche, eher kalkhaltige Böden. Sie sind alle immergrün.

    Pflegetipps

    Schneiden
    Als wichtigste Arbeit werden die Teller (Wolken) einmal oder eventuell zweimal pro Jahr geschnitten. Diese bedeutsame Arbeit zum Erhalt der schönen Form führen Sie mit einer gut geschliffenen Schere aus. Bei Föhren und Kiefern müssen einmal pro Jahr alle Neutriebe oder Kerzen geschnitten und ausgebrochen werden.

     

    Düngen
    Da durch den regelmässigen Schnitt der jungen Triebe grosse Nährstoffmengen entzogen werden benötigen die Pflanzen im März/ April einen Nährstoffschub mit Langzeitdünger. Je nach Pflanze erfolgt spätestens Ende Juni nochmals eine Nachdüngung. Im Sommer kann die Nährstoffversorgung allenfalls mit Flüssigdünger optimiert werden. Im Winter ist es wichtig, dass Schneedruck vermieden wird. Je nach Sorte sollte die Pflanze vor der Wintersonne geschützt werden. So ist gewährleistet, dass man sich an diesen edlen Gehölzen über Jahrzehnte erfreuen kann.

     

    Giessen
    In Gefässen muss nach Bedarf gegossen werden. Halten Sie sich an den Grundsatz, dass die Erde feucht (nicht nass und nicht trocken) sein soll. Testen Sie dies mit der Fingerprobe und nicht visuell. Bedenken Sie, dass immergrüne Gehölze in Gefässen auch im Winter ab und zu gegossen werden müssen, damit sie nicht austrocknen. 

    Bücher-Tipps

    Niwaki

    Niwaki, so heisst in Japan die Kunst, Gartenbäume zu schneiden und zu formen. Die notwendigen Techniken sind erstaunlich leicht zu lernen – dank den Schritt-für Schritt-Anleitungen in diesem Buch. Die Ergebnisse werden Sie beeindrucken! Formen Sie Ihre Bäume...