Formgehölze – Formenvielfalt für edle Schönheiten

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Seit mehr als 2 000 Jahren bereichern Formgehölze die Gärten mit Ihren vielfältigen Formen und widerspiegeln die künstlerische Ausdruckskraft der passionierten Gärtner. Dank der Leidenschaft von Roman Schwitter zu diesen wertvollen Schönheiten, bietet wir seit 2003 ein grosses und vielfältiges Sortiment an Formgehölzen an, welches über die Jahre stetig gewachsen ist.

 

Den Ursprung haben die Formgehölze in den asiatischen Ländern. Japan begann sich ums Jahr 300 den Einflüssen verschiedener Zuströme von Koreanern und Chinesen zu öffnen. Diese brachten neue Geistesströmungen mit, welche die Religion, die Kunst und die Lebensweise bis hin zur Gartengestaltung veränderten. Der Kult von Respekt und Einverständnis zwischen Mensch und Natur wird in diesen Gärten sichtbar gemacht.

Seit einiger Zeit werden in der Gärtnerei Schwitter viele Formgehölze in Eigenproduktion kultiviert. Die Formgehölze-Spezialisten pflanzen, ziehen und formen die Gehölze bis die Endverkaufsform erreicht ist, was gut und gerne mehrere Jahre dauert. Danach werden die Gehölze in hochwertige Gefässe gepflanzt und verleihen dem edlen Gehölz seinen exklusiven Touch.

 

    Jahrelange Leidenschaft für eine Pflanze

    In mehrjähriger Handarbeit werden geeignete Gehölze durch Schnitt, Anbinden, Biegen und Heften zu der Form gezogen, die durch den natürlichen Wuchs der Pflanze nicht möglich wäre. Wer denkt, die Pflanzen würden dadurch leiden, liegt falsch, denn wer sich mit dem Formschnitt intensiver beschäftigt, weiss, dass dieser Einwand unbegründet ist. Erstens kommen die Formen, die als Vorbild dienen meist auch in der Natur vor und zweitens können Formgehölze bei bester Gesundheit uralt werden; es gibt Formgehölze, die schon über 300 Jahre formiert werden!

    Der richtige Schnitt der Formgehölze ist je nach Pflanzenart und –grösse unterschiedlich und erfordert fachmännisches Geschick. Ein Formschnitt bei einer einzigen Pflanze beansprucht mehrere Stunden Arbeit und benötigt viel Fingerspitzengefühl. Geschnitten wird erstmals im Frühjahr, wenn die Endknospen kräftig wachsen. Ein weiterer Formschnitt erfolgt im Sommer.

    Kein Wunder, dass die Pflanzen bei solch intensiver Pflege während mehreren Jahren zu wertvollen Unikaten heranwachsen. So wird der Endverkaufspreis einer Pflanze stark durch die Pflanzenart, die Wuchsgeschwindigkeit, Form, Grösse und den Aufwand in der Pflege bestimmt.

    Beliebte Arten und Schnittformen fürs individuelle Aussehen

    Robuste winterharte Pflanzen wie Kiefern, Wacholder, Scheinzypressen oder Eiben eignen sich bestens für den Formschnitt. Manche dieser Bäume sind leichter, andere aufwändiger in Form zu bringen. Einen robusten, dichten Baum wie der Wacholder bietet viele Möglichkeiten für einen wolkenförmigen Schnitt und ist einfacher zu gestalten im Gegensatz zu einer Kiefer, die schwieriger und langwieriger zu ziehen ist und eine gewisse Fertigkeit erfordert. Geometrische Formen wie die Kugel sind sehr beliebt und fügen sich harmonisch in den bestehenden Garten ein. Pompon-Formen, Wolkenschnitt oder Tellerformen erzeugen eine aparte und aussergewöhnliche Atmosphäre, die jeden Garten oder jede Terrasse zu einem einzigartigen Schmuckstück machen. Da der Schnitt bei jeder Pflanzenart etwas anders ist, beraten wir Sie gerne ganz individuell und persönlich.

    Kiefer / Pinus
    Die Namensgeber der Gattung Kieferngewächse (Pinaceae) sind ideale, immergrüne Gartengehölze. Wegen ihrer enormen Vielseitigkeit gibt es praktisch für jeden Verwendungszweck eine Kiefer, vorausgesetzt es ist ein sonniger, heller und freier Standort. So sind Grossbäume wie Wald­ und Schwarzkiefer, aber auch viele Zwergformen der verschiedenen Arten erhältlich. Auffallend im Frühjahr sind bei allen Kiefern die kerzenartigen Jungtriebe. Einige Arten und Sorten bringen eine attraktive Blüte hervor. Es gibt zwei Hauptgruppen: Zweinadelige Arten sind toleranter an den Standort und gedeihen in normalen, auch trockeneren Böden gut. Fünfnadelige Arten brauchen dagegen eher saure, durchlässige, humose Böden.

    Wacholder / Juniperus
    Duftende Nadeln, als Gewürz dienende Scheinbeeren und eine äusserst robuste Natur zeichnen die Juniperus­Arten (Familie Cupressaceae) aus. Es sind eher kleinere Bäume und Sträucher, teilweise auch nur Bodendecker. Sie alle benötigen einen sehr gut durchlässigen Boden, lieben es eher trocken, sandig und mager. Alle Wacholder sind immergrün und lichthungrig.

    Scheinzypresse / Chamaecyparis
    Diese Gattung der Familie Zypressengewächse (Cupressaceae) zeichnet sich vor allem durch die vielfältigen Wuchsformen aus. Dadurch finden sie in ganz unterschiedlichen Gärten ihre Verwendung. Die flachen Nadeln stehen schuppenförmig zusammen und haben vielgestaltige Färbungen. Sie benötigen humose, kalkarme, durchlässige aber nicht zu trockene Böden ohne Staunässe. Alle Scheinzypressen sind immergrün.

    Eibe / Taxus
    Sehr vielseitig verwendbare Nadelgehölze aus der Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Sie kommen auf der ganzen nördlichen Erdkugel vor. Bei uns werden sie oft für Formschnittgehölze und Hecken verwendet. Zwergformen sind ideal für Gefässe. Mit Ausnahme des Fruchtfleisches der Beeren sind alle Teile der Eibe giftig. Der Kern dagegen gehört zum giftigsten Teil der Pflanze. Je nach Sorte und Geschlecht der Pflanze werden Beeren ausgebildet oder nicht. Eiben ertragen Schatten und Tropfenfall und lieben durchlässige, nährstoffreiche, eher kalkhaltige Böden. Sie sind alle immergrün.

    Standorte für Formgehölze finden sich überall

    Wie bei den konventionellen Pflanzen muss auch der Standort für ein Formgehölz je nach Pflanzenbedürfnis unterschiedlich gewählt werden. Ob im Freiland oder in einem Gefäss gepflanzt – wichtig ist ein guter Wasserabfluss und dass das Formgehölz in passendes Substrat gepflanzt wird.

    Formgehölze kommen nicht nur im Garten an einem solitären Standort voll zur Geltung, sondern können auch wunderbar in passende Gefässe gepflanzt werden. Ideal dafür ist die Zeit von März bis April/Mai, wenn die Winterruhe vorüber ist und die Säfte der Pflanzen zu steigen beginnen. Wird mit kompaktem Wurzelballen um- oder eingetopft, bietet sich auch die Herbstzeit an.

    Gute Nährstoffversorgung und liebevolle Pflege für nachhaltige Freude

    Da durch den regelmässigen Schnitt der jungen Triebe grosse Nährstoffmengen entzogen werden benötigen die Pflanzen im März/ April einen Nährstoffschub mit Langzeitdünger. Je nach Pflanze erfolgt spätestens Ende Juni nochmals eine Nachdüngung. Im Sommer kann die Nährstoffversorgung allenfalls mit Flüssigdünger optimiert werden. Im Winter ist es wichtig, dass Schneedruck vermieden wird. Je nach Sorte sollte die Pflanze vor der Wintersonne geschützt werden. So ist gewährleistet, dass man sich an diesen edlen Gehölzen über Jahrzehnte erfreuen kann.