Das Vermächtnis der Orangekönigin

Das Märchen der etwas anderen Art: Das Vermächtnis der Orangekönigin. In dieser zauberhaften Geschichte tauchen wir in eine Welt voller Geheimnisse und Abenteuer, in der die Natur selbst eine aktive Rolle spielt.

Was dieses Märchen besonders macht, ist seine einzigartige Verwendung von nicht weniger als 70 verschiedenen Pflanzennamen (meist Sorten) als Persönlichkeiten und Elemente der Handlung. Jede Pflanze wird zu einem lebendigen Charakter, der die Geschichte auf seine eigene Art und Weise bereichert.

Das Vermächtnis der Orangekönigin

In einem fernen Land, der Endless Sommer nie endete und wo die Sonne stets über den malerischen Strassen von Tempelhof zu scheinen schien, lebte die Orangekönigin, eine Young Lady. Ihr Name war Venus. Sie war eine wahre Augenweide, deren Lächeln die Herzen der Menschen erwärmte, und ihr lockiges Haar im sanften Wind des Indian Summers tanzte.

Venus war von der Schönheit der Natur fasziniert, insbesondere von den prächtigen Blumen, die in den Gärten von Tempelhof erblühten. Eines Tages, während sie durch den Hamburger Stadtpark schlenderte, entdeckte sie einen verborgenen Pfad, der zu einem geheimnisvollen Ort führte – dem legendären Garten von Trompenburg.

Inmitten dieses verwunschenen Gartens thronte ein majestätischer Golden Carpet, ein Teppich gewoben aus goldenem Faden, der den Boden in einen schimmernden Ozean aus Gold verwandelte. Neben dem Teppich stand ein Kaleidoscope, dessen bunte Muster wie verzauberte Träume wirkten. Legenden besagten, dass einst Königin Charlotte hier residierte, bewacht von Black Dragon, dem Tiny Monster.

Mit entzücktem Herzen und von unerwarteten Entdeckungen erfüllt, beschloss Venus, die Trompenburg mit ihren Geheimnissen näher zu erkunden. Während sie ihren Weg bahnte, kreuzten eigenartige Gestalten ihren Pfad: Der freundliche Kobold Arnold Promise mit einem Lächeln so warm wie die Sonne und der geheimnisvolle Heckenzwerg, der mit wachsamen Augen über den Garten wachte.

Doch plötzlich, als sie dem Herzstück des Gartens näherkam, wurde Venus von einem Brautschleier umhüllt, der sich aus dem Nichts zu materialisieren schien, wie der Atem eines zauberhaften Geistes. Mit Anmut befreite sie sich aus den sanften Fesseln des Schleiers, und es schien, als würde er ihr den Weg weisen wollen, wie ein unsichtbarer Führer. Verwirrt und zugleich fasziniert folgte Venus dem Schleier, der sie durch verborgene Pfade und über verzauberte Brücken führte, bis sie schliesslich vor einem geheimnisvollen Tempel stand – dem Temple of Bloom, einem Ort, der in den Geschichten der alten Götter nur als Legende existierte.

Dort, in den Hallen des Tempels, wurde Venus von den Klängen von Mozart's "Eine kleine Nachtmusik" umarmt, während sie durch die heiligen Mauern wandelte. Die Blaumeisen übernahmen den Schleier und tanzten im Wind um den Black Tower herum und verschwanden wie eine Sternschnuppe. Auf der Spitze des Turms thronte die Rote Glocke, auch bekannt als Red Bells, ihr melodisches Läuten durchdrang die Luft wie der Ruf einer uralten Prophezeiung. Die Glocke wurde von Phoenix bewacht, dessen mächtige Gestalt in der Abendglut der untergehenden Sonne eine strahlende Aura um sich herum erschuf, als wäre er selbst ein Feuergeist aus den Legenden vergangener Zeiten.

Ein betörendes Gemisch aus Sommerduft und Kaffee umgab sie und führte sie zu Eddy, dem Troll, der gerade dabei war, seinen Cappuccino zu geniessen, während er unaufhörlich vom Hicksii geplagt wurde. Unbeeindruckt und mit unverändertem Gesichtsausdruck begrüsste er sie mit seiner kurligen Stimme: "Ich habe dich bereits erwartet, die Grüne Kugel hat dich vorausgesagt." Venus setzte sich unbeholfen hin, während Eddys Gestammel kaum zu verstehen war und sein Hicksii es nicht einfacher machte.

Plötzlich erschien zwischen den Apfelblüten-Zweigen die atemberaubende Madame Cornelissen. Ihre Schönheit war von makelloser Vollkommenheit. Eine Silberfeder zierte ihr Haar, während an ihrer rechten Hand ein Golden Smaragd funkelte. Mit ruhiger Stimme erklärte sie Venus, dass die Grüne Kugel vorausgesagt hatte, dass eine Fremde aus den fernen Landen jenseits des Gulf Streames kommen würde, um zur Königin von Trompenburg gekrönt zu werden. Sie würde die lang ersehnte Gemahlin von König Edward VII werden, dem edlen Burschen mit dem Goldheart.

Doch bevor dies geschah, musste Venus den gefährlichen Vulcan passieren, wo der abscheuliche Goliath hauste. Er und seine kleine Silberspinne waren berüchtigt für ihre schrecklichen Taten im Land Trompenburg. Am Fusse des Vulcans ruhte das Wrack der Black Pearl, und dort war Aeschbacher's Rubin versteckt, der einem Fluch unterlag, den Goliath ausgesprochen hatte. Doch nicht nur das Kleine Juwel war in Gefahr, auch König Edward VII war seit vielen Jahrzehnten dort gefangen, in einem dunklen Bann gefangen, der seine Freiheit einst verschlang.

Venus war vorherbestimmt, diesen Rubin zusammen mit König Edward VII in der Gletschernacht unter den Red Bells des Black Tower zu halten, damit das Mondlicht beim zwölften Glockenschlag den Fluch des Aeschbacher’s Rubins durchdringen konnte. Nur so konnte der jahrelange Bann über Trompenburg gebrochen und die böse Macht von Goliath und seiner kleinen Silberspinne besiegt werden. Scheiterten sie, würde das ganze Land vom Forest Flame überflutet werden, und abertausende Fireballs würden es in Trümmern legen.

Mit fester Entschlossenheit erhob sich Venus, während Madame Cornelissen und Troll Eddy eifrig ihren Rucksack packten. Darin verborgen lag unter anderem ein Fläschchen Zigeunerblut, um unwillkommene Gäste auf ihrem Pfad abzuwehren, sowie die Black Tulip, die Blume des Unheils. Diese Utensilien sollten Venus im Duell gegen Goliath beistehen. Der kleine Hase Hopel, genannt Little Bunny, schloss sich Venus an, denn er kannte jeden Winkel und jedes verborgene Plätzchen in Trompenburg.

Gemeinsam brachen sie auf und bezwangen die Königin der Berge, die Rigi, gerade als der Himmel sich verdunkelte und ein Gewitter heraufzog. Venus, die Orangekönigin zog ihre Sturmfackel hervor, und sie setzten ihren Weg fort, ohne Rast, denn Siesta war keine Option. Beim zwölften Glockenschlag mussten sie beim Black Tower sein, um König Edward VII und Aeschbacher’s Rubin zurückzubringen.

Little Bunny führte sie gekonnt durch die verschlungenen Pfade des Gebirges, während Venus mit ihrer Sturmfackel den Weg erhellte. Plötzlich, als sie den Gipfel der Rigi erreichten, begann es zu schneien, und Millionen von Schneeflocken tanzten herab, die ihnen die Sicht versperrten. Erschöpft sank Venus zu Boden und fragte ihren hoppelnden Gefährten: "Wie soll ich das nur schaffen? Die Zeit rinnt uns davon!" Venus spürte den Druck der Zeit, während das Gewitter tobte und der Vulcan drohend in der Ferne aufragte. "Hast du das Leuchtfeuer des Vulcans gesehen?", fragte Little Bunny. Mit vereinten Kräften begannen sie, den Schnee beiseite zu räumen und sich einen Weg durch das Polar Ice zu bahnen. Little Bunny sprang geschickt über die Schneemassen und half dabei, die Richtung vorzugeben.

Als sie schliesslich die andere Seite erreichten, brach die Dunkelheit herein, und der Regen prasselte unaufhörlich auf sie herab. Doch Venus und ihre Gefährten liessen sich nicht entmutigen. Sie setzten ihren Weg fort, stets das Ziel vor Augen.

Schliesslich erreichten sie den Fuss des gefährlichen Vulcans, wo Goliath und seine Silberspinne auf sie lauerten. Venus zog die Black Tulip aus ihrem Rucksack und hielt sie fest in der Hand, bereit, sich gegen die dunklen Mächte zu verteidigen. Doch bevor sie angreifen konnten, erschien unerwartete Hilfe. Aus den Schatten des Vulcan Stromboli traten Smokey Joe und Yaku Angel hervor. Sie hatten von Venus' Mut und Entschlossenheit gehört und waren gekommen, um ihr beizustehen.

Gemeinsam stürzten sie sich in den Kampf gegen Goliath und seine Silberspinne. Mit vereinten Kräften und der Macht der Black Tulip gelang es ihnen, die Dunkelheit zu vertreiben und den Weg zum Aeschbacher’s Rubins freizumachen. Doch von König Edward VII keine Spur. Mit letzter Kraft und zitternder Stimme rief die Orangekönigin laut: "Goldheart, wo bist du?" Der Himmel erhellte sich, die Heidesinfonie erklang, Schmetterlinge und Blaumeisen tanzten einen Mango-Tango und wirbelten vergnügt umher. Und mitten unter ihnen der Brautschleier, der der Orangekönigin zuvor den Weg gewiesen hatte. Die Blaumeisen brachten ihn zum König, um die Ankunft von Venus anzukündigen und zu versichern, dass alles gut werden würde. Hinter dem Schleier enthüllte sich ein Blauer Spatz in seiner ganzen Pracht, dessen königliche Bürde der edle Edward VII war. Mit königlicher Grazie reichte er Venus seine Hand und lud sie ein, auf den herrschaftlichen Vogel zu steigen. Gemeinsam erhoben sie sich in die Lüfte und flogen mit majestätischer Anmut zum Black Tower, begleitet vom fröhlichen Schwarm Schmetterlinge und Blaumeisen, der ihre königliche Passage mit einer zauberhaften Melodie begleitete – dem lieblichen Gesang von "Mamamia" von Abba, der die Luft mit einem Hauch von Magie erfüllte.

Als der zwölfte Glockenschlag erklang, fanden sich Venus und ihr treuer Begleiter unter den Red Bells des Black Towers. Mit einem kühnen und entschlossenen Griff hob Venus Aeschbacher’s Rubins empor, und das silberne Licht des Mondes durchdrang ihn auf magische Weise. Ein blendendes Leuchten erfüllte Trompenburg, und der Bann, der über ihm lag, wurde mit einem Hauch von Zauber gebrochen. Ein Strahl unvergleichlicher Schönheit brach aus dem Rubin hervor und durchflutete den Garten von Trompenburg, erweckte ihn zu neuem Leben, erfüllte ihn mit unendlicher Hoffnung und Kraft.

Die Bewohner von Trompenburg erhoben Venus auf ein Podest, feierten sie als ihre unvergleichliche Heldin und krönten sie schliesslich zur Königin, an der Seite des geliebten Königs Edward VII. Nach dem Royal Wedding regierten sie das Land mit unermesslicher Weisheit und Güte, während der Garten von Trompenburg in einer Pracht erblühte, die die Augen aller erfreute. Er wurde zum lebendigen Beweis für die überwältigende Macht der Liebe und des Mutes, die selbst die tiefsten Dunkelheiten erhellen und das Leben mit strahlendem Glanz erfüllen können.

…und die Moral der Geschichte?

Die Geschichte "Das Vermächtnis der Orangekönigin" erinnert uns daran, dass das Leben oft voller Überraschungen steckt. Venus, die Orangekönigin, und ihre ungewöhnlichen Verbündeten zeigen uns, dass selbst die grössten Herausforderungen mit einem Lächeln und einem starken Teamgeist gemeistert werden können. Die Moral? Bleib offen für das Unerwartete und vertraue darauf, dass selbst in den schrägsten Momenten ein Hauch von Magie vorhanden ist.