Formgehölze / Gartenbonsai pflegen

Mit einem Formgehölz/Gartenbonsai verleihen Sie Ihrem Garten einen eigenständigen Touch. Den Ursprung haben die Formgehölze in den asiatischen Ländern und bereichern seit über 2000 Jahren die Gärten mit ihren vielfältigen Formen.

Standort

Solche edlen Stücke haben eine Einzelstellung verdient. Die meisten Formgehölze/Gartenbonsais benötigen einen sonnigen bis halbschattigen Platz, ausser die Stechpalmen (Ilex) und die Eiben (Taxus); diese brauchen einen halbschattigen bis schattigen Platz. Wichtig ist, ob im Freiland oder in einem Gefäss gepflanzt wird, dass ein guter Wasserabfluss gewährleistet ist und das Formgehölz in passendes Substrat gesetzt wird. Im Freiland empfehlen wir eine Hügelpflanzung.
Wichtig: Alle 5-nadligen Föhren (Pinus) verlangen eine leicht saure Erde, die gut durchlässig ist.

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Giessen

In Gefässen muss nach Bedarf gegossen werden. Halten Sie sich an den Grundsatz, dass die Erde feucht (nicht nass und nicht trocken) sein soll. Testen Sie das mit der Fingerprobe, nicht visuell. Bedenken Sie, dass immergrüne Gehölze in Gefässen auch im Winter ab und zu gegossen werden müssen, damit sie nicht austrocknen.

Die richtige Nährstoffversorgung und wichtige Pflegemassnahmen

Als wichtigste Arbeit werden die Teller (Wolken) einmal (eventuell zweimal) pro Jahr geschnitten. Diese bedeutsame Arbeit zum Erhalt der schönen Form führen Sie mit einer gut geschliffenen Schere aus.

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Bei Föhren, Kiefern (Pinus) müssen einmal pro Jahr alle Neutriebe oder «Kerzen» geschnitten oder ausgebrochen werden. Wenn der Neutrieb länger als 5 cm ist, wird 2/3 davon weggebrochen, wenn er kürzer ist, die Hälfte.

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Ein- bis zweimal pro Wachstumssaison sollen die Pflanzen durchgeputzt werden. Zu diesem Zweck ziehen Sie sich am besten einen Gummihandschuh an und streifen bei trockenem Wetter vorsichtig durch die Teller, um braune abgestorbene Nadeln zu entfernen. Führen Sie diese Arbeit von oben nach unten aus. Mit dem Ausführen dieser Pflegearbeit erhalten Sie nebst schöneren Pflanzen auch besser durchlüftete und schneller abtrocknende Teller, was wiederum das Infektionsrisiko für Krankheiten senkt. Bei Kiefern kann sogar ein Auslichten einzelner Treibspitzen angebracht sein.
Um einzelne Äste in die gewünschte Form zu bringen, ist es möglich, diese mit einer dicken Schnur solange auf das Gefäss abzuspannen, bis sie in der gewünschten Form bleiben. Es ist sehr wichtig, dass diese Arbeit nur mit grösster Vorsicht ausgeführt wird, um ein Brechen der Äste zu verhindern. Ausserdem darf die Schnur bei den Zweigen nicht einschneiden.

Da durch den regelmässigen Schnitt der jungen Triebe grosse Nährstoffmengen entzogen werden, benötigen die Pflanzen im März/April einen Nährstoffschub mit Langzeitdünger und je nach Pflanze spätestens Ende Juni nochmals eine Nachdüngung. Im Sommer kann die Nährstoffversorgung allenfalls mit Flüssigdünger optimiert werden. Im Winter ist es wichtig, dass Schneedruck vermieden und je nach Sorte vor der Wintersonne geschützt wird. So ist gewährleistet, dass man sich an diesen edlen Gehölzen über Jahrzehnte erfreuen kann. 

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Pflanzenschutz

Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmässig auf Krankheiten und Schädlinge. Bei Befall beraten wir Sie fachkompetent und können Ihnen biologische und konventionelle Pflanzenschutzmittel anbieten.

Bei den Föhren (Pinus) empfehlen wir ab Mitte Juni monatlich bis zum Spätherbst eine vorbeugende Spritzung mit Flint (Gesal) gegen die Pilzkrankheit «Föhrenschütte».

 

Buch-Tipp zum Thema Formgehölze:

Niwaki