Rosenpflege im Frühling

Sobald die Temperaturen im Frühling steigen, beginnen die Rosen zu spriessen. Spätestens jetzt sollten Sie aktiv werden, jetzt brauchen Rosen viel Aufmerksamkeit, damit Sie sich im Sommer über prachtvolle Blüten und kräftige Pflanzen erfreuen können.

So ist es an der Zeit den Winterschutz wie zum Beispiel Tannenzweige, Jutenbänder, Kokosmatten etc. zu entfernen. Auch der nah an die Rosenstöcke angehäufte Kuh-/Pferdemist gilt es nun weiträumiger zu verteilen. Nachdem der ärgste Frost vorüber ist, können sie die Rosen stark zurückschneiden, was ein kompaktes Wachstum und üppige Blütenpracht fördert.

    Neupflanzung

    Sie haben im Herbst verpasst Ihre Rosen zu Pflanzen? Zum jetzigen Zeitpunkt ist es möglich, die im Herbst verpasste Neupflanzung von Rosen vorzunehmen. Bei der Sortenwahl sollten Sie darauf achten, eher robuste Sorten wie zum Beispiel die «Duftwolke», «Bayerngold», «Schneewittchen» oder die einheimische «Wildrose Rosa canina» auszusuchen. Wertvolle Tipps zum Einpflanzen finden Sie im Blog Pflanzung von Stammrosen im Container.

    Rosenschnitt

    Je nach Gegend ist der genaue Zeitpunkt für den Schnitt unterschiedlich. Der optimale Zeitpunkt ist im Frühling, sobald die Knospen im unteren Bereich der Pflanzen zu schwellen beginnen. Das benötigte Werkzeug sollte in gutem Zustand sein, damit ein sauberer Schnitt gewährleistet ist. Damit keine Krankheiten auftreten oder sich Schädlinge einnisten, gilt es allgemein die zwischenzeitlich noch abgefallenen Blätter der Rosen und das entstehende Schnittgut möglichst sofort zu entfernen. Bei den unterschiedlichen Rosenarten sind folgende Punkte zu beachten:

     

    Edel-/Floribundarosen
    Die einzelnen Triebe werden auf 3–4 Augen zurückgeschnitten. Auch die dürren, abgestorbenen Triebe müssen entfernt werden.

    Strauchrosen
    Bei den Strauchrosen fällt der Rückschnitt weniger tief (radikal) aus. Die Schnitthöhe sollte schlussendlich die Hälfte der Trieblänge betragen.

    Kletterrosen
    Bei den Kletterrosen werden pro Jahr höchstens 1–2 Haupttriebe bodennah abgeschnitten. So können neue, junge Triebe nach wachsen. Die Seitentriebe sollten jeweils auf ca. 4–5 Augen zurückgeschnitten werden.

    Pflanzenschutz und Dünger

    Grundsätzlich sollten die Rosen im Frühling vorbeugend gegen Rost und Mehltau mit dem Spritzmittel «Aerofleur gegen Pilzkrankheiten» behandelt werden. Sowie mit dem Winteröl gegen überwinternde Schädlinge wie zum Beispiel Milben und Läuse gespritzt werden.

    Die erste Düngergabe sollte im Frühling anhand des organisch-mineralischen Rosendüngers der Firma Hauert erfolgen. Diese Massnahmen ermöglichen den Rosen einen guten Start in die neue Saison.

    Unkraut

    Befreien Sie die Rosen mittels oberflächlichem Aufhaken von allfälligem Unkraut. Um Unkraut zu verringern lassen sich problemlos Rosen-Begleitpflanzen wie zum Beispiel Lavendel, Storchschnabel, Steppensalbei oder Frauenmantel pflanzen. Damit kann zugleich verhindert werden, dass der Boden rund um die Rosen während den heissen Sommermonaten zu stark austrocknet.

    Bücher-Tipps

    Rosen pflegen und schneiden

    Eine ideale und praxisnahe Einführung für Einsteiger und Hobbygärtner. Wie werden die Rosen am besten gepflegt und vor Kälte oder Schädlingen geschützt? Welche Sorten sind überhaupt gut für unsere Breitengrade geeignet? Nach einem allgemeinen Teil widmet sich der Autor den unterschiedlichen Schnitttechniken...

    Rosenkrankheiten und Schädlinge

    Wer kennt das nicht? Spärlich oder gar nicht blühende Rosen, fleckige Blätter, beschädigte Triebe... Rosen leiden gelegentlich unter tierischem, bakteriellem oder pilzlichem Befall oder zeigen Mangelerscheinungen. Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie Schadbilder...