Tropfbewässerung – Hightech in der Gärtnerei

Ohne Wasser kein Leben, denn auch jede Pflanze braucht Wasser, nicht zu wenig aber auch nicht zu viel. Keine leichte Aufgabe. Bei so vielen Pflanzen ist es fast unmöglich, jede Pflanze einzeln zu giessen und so erledigt ein Grossteil der Giessarbeit unsere Tropfbewässerung. Dadurch kann Zeit und Wasser gespart werden, die Blätter der Pflanzen bleiben trocken und eine gezielte und genaue Wassergabe erfolgt zum optimalen Zeitpunkt.

Die Tropfbewässerung ist an einem Bewässerungscomputer angeschlossen – ja auch wir Gärtner arbeiten mit Computer! So kann die Giessmenge sowie der Giesszeitpunkt präzise eingegeben werden.
Die Pflanzenstellflächen sind in verschiedene Quartiere eingeteilt, die mit je vier Wasser-Ventilen ausgestattet sind. Jedes Ventil kann am Bewässerungscomputer einzeln bedient werden.
Zudem gibt es drei verschiedene Tropfstecker mit verschieden breiten Schlitzen die in die Pflanzgefässe gesteckt werden. Die gelben Stecker haben den feinsten Schlitz und lassen 12 l/h an Wasser durchfliessen und eignen sich z.B. für Felsenbirnen (Amelanchier). Der grüne Stecker transportiert 17 l/h und wird am meisten eingesetzt wie z.B. beim Schneeball (Viburnum). Mit 22 l/h ist der blaue Stecker der Grösste und eignet sich für Holunder (Sambucus) oder andere Pflanzen, die eher einen hohen Wasserbedarf benötigen.
Jedes Ventil kann sekundengenau eingestellt werden. Je nach Wetterlage laufen die meisten Ventile 1- bis 2-mal täglich für ca. 10 Minuten. Der grüne Stecker transportiert bei täglichen 10 Minuten Laufzeit rund 2.8 l Wasser.

Die Kontrolle, ob alles funktioniert, ist unumgänglich. Einen verstopften Stecker oder ein nachjustieren der Wassermenge, der Gärtner mit seinem Grünen Daumen ist sehr wichtig. Bevor die Bewässerung tröpfchenweise loslegen kann, muss alles funktionstüchtig vorbereitet und angeschlossen werden.

  1. Das Quartier/Beet muss mit Wasser versorgt sein – Dicke Plastikrohre mit Wasserausgängen müssen vorbereitet sein.
  2. Tropfstecker müssen einzeln an einen feinen Kapillarschlauch befestigt werden.
  3. Seitenschläuche, die in jede zweite Pflanzenreihe hineingelegt werden, müssen mit Löcher versehen werden. Diese werden mit einem speziellen Ausstecher von Hand ausgestochen.
  4. Die feinen Kapillarschläuche werden in die vorbereiteten Löcher der Seitenschläuche gesteckt.
  5. Die Tropfstecker können in die Pflanztöpfe (Container) gesteckt werden. Der Schlitz muss dazu in Richtung Pflanze gerichtet werden, damit das Wasser auch schön zur Pflanze «tröpfelt».

Je nach Topfgrösse werden mehrere Tropfstecker benötigt, damit die Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgt werden.